AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (B2B)

Stand: 30. September 2026

SugarSpace e.U.
Inhaber: Robin Bröderbauer
Kreuzberg 398
3920 Groß Gerungs
Österreich
Firmenbuchnummer: FN 639079y
Firmenbuchgericht: Landesgericht Krems an der Donau
UID: ATU76273202
E-Mail: b2b@sugarspace.at
Telefon: +43 677 62485416
B2B-Shop: b2b.sugarspace.at

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über den Verkauf und die Lieferung von Waren durch SugarSpace e.U. (nachfolgend „Verkäufer“) an Unternehmer (nachfolgend „Kunde“), sofern diese AGB wirksam in das jeweilige Vertragsverhältnis einbezogen wurden.

1.2 Die AGB gelten insbesondere für Bestellungen über den B2B-Onlineshop, per E-Mail, telefonisch sowie auf Grundlage individueller Angebote oder sonstiger B2B-Bestellwege des Verkäufers.

1.3 Individuelle Vereinbarungen, Angebote und Auftragsbestätigungen gehen diesen AGB vor, soweit sie ausdrücklich abweichende Regelungen enthalten.

1.4 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, sofern der Verkäufer ihrer Geltung nicht ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

2. Ausschließlicher Verkauf an Unternehmer

2.1 Das Angebot des Verkäufers richtet sich ausschließlich an Unternehmer, also an natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die beim Abschluss des Geschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.

2.2 Der Kunde bestätigt mit seiner Registrierung bzw. Bestellung, ausschließlich als Unternehmer zu handeln. Der Verkäufer ist berechtigt, geeignete Nachweise der Unternehmereigenschaft zu verlangen. Als Nachweis können insbesondere eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, ein Gewerbenachweis, ein Firmenbuch-/Handelsregisterauszug oder ein vergleichbarer geeigneter Nachweis dienen.

2.3 Kann die Unternehmereigenschaft nicht ausreichend nachgewiesen werden oder stellt sich vor Annahme der Bestellung heraus, dass der Besteller als Verbraucher handelt, ist der Verkäufer berechtigt, die Registrierung abzulehnen bzw. die Bestellung nicht anzunehmen.

2.4 Sollte trotz gegenteiliger Angaben des Kunden ausnahmsweise ein Vertrag mit einem Verbraucher wirksam zustande kommen, bleiben zwingende verbraucherschützende Vorschriften unberührt. Bestimmungen dieser AGB, die gegenüber Verbrauchern unzulässig wären, finden in diesem Fall keine Anwendung.

3. Einbeziehung der AGB

3.1 Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt der Abgabe des jeweiligen Vertragsangebotes gültige Fassung dieser AGB.

3.2 Bei Bestellungen im B2B-Onlineshop wird der Kunde vor Abgabe seiner Bestellung deutlich auf die Geltung dieser AGB hingewiesen und erhält die Möglichkeit, die AGB aufzurufen und zur Kenntnis zu nehmen.

3.3 Bei Bestellungen außerhalb des Onlineshops werden dem Kunden die AGB vor Vertragsschluss in geeigneter Form zur Verfügung gestellt oder zugänglich gemacht.

4. Angebot, Bestellung und Vertragsschluss

4.1 Die Darstellung von Produkten im B2B-Onlineshop, in Preislisten, Katalogen oder sonstigen Verkaufsunterlagen stellt noch kein verbindliches Angebot des Verkäufers dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden zur Abgabe eines Vertragsangebotes.

4.2 Mit dem Absenden einer Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Kaufvertrages über die bestellten Waren ab. Eine unmittelbar nach Eingang der Bestellung automatisch versandte Bestell- oder Eingangsbestätigung bestätigt lediglich den Eingang der Bestellung und stellt noch keine Annahme des Angebotes dar.

4.3 Der Vertrag kommt ausschließlich durch eine ausdrückliche Auftragsbestätigung des Verkäufers in Textform zustande. Der Verkäufer kann das Angebot des Kunden innerhalb von fünf Werktagen ab Eingang der Bestellung annehmen. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Auftragsbestätigung, gilt das Angebot als abgelehnt und der Kunde ist an sein Angebot nicht mehr gebunden.

4.4 Dies gilt entsprechend für Bestellungen per E-Mail, telefonisch oder über sonstige B2B-Bestellwege.

4.5 Weicht die vom Verkäufer vorgeschlagene Auftragsbestätigung hinsichtlich Warenart, Menge oder Preis vom Angebot des Kunden ab, kommt der Vertrag über die Abweichung erst zustande, wenn der Kunde dieser ausdrücklich zustimmt.

4.6 Ist ein bestellter Artikel ganz oder teilweise nicht verfügbar, wird der Verkäufer den Kunden kontaktieren. Ersatzartikel werden ausschließlich nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Kunden geliefert. Ohne Zustimmung erfolgt keine eigenmächtige Ersetzung durch ein anderes Produkt.

4.7 Wird ein Zahlbetrag bereits vor Zugang der Auftragsbestätigung über einen Zahlungsdienst autorisiert, reserviert oder eingezogen, stellt dies für sich allein noch keine Annahme der Bestellung dar. Wird die Bestellung nicht angenommen, wird ein bereits eingezogener Betrag unverzüglich über den jeweils verwendeten Zahlungsweg zurückerstattet bzw. eine Autorisierung nach Möglichkeit aufgehoben.

5. Produkte, Produktangaben, MHD und Verfügbarkeit

5.1 Maßgeblich für Art und Umfang der geschuldeten Ware sind die Produktbeschreibung, die Bestellung des Kunden und die Auftragsbestätigung des Verkäufers.

5.2 Produktabbildungen dienen der Darstellung der Ware. Herstellerbedingte Änderungen von Verpackung, Aufmachung, Design oder sonstigen optischen Merkmalen bleiben vorbehalten, sofern Identität, Menge und wesentliche Eigenschaften des Produkts dadurch nicht nachteilig verändert werden.

5.3 Im Shop angegebene Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) beziehen sich auf die zum jeweiligen Zeitpunkt aktuelle Lagercharge. Die bei Abgabe der Bestellung ausgewiesenen MHD-Angaben werden bei der Auftragsbearbeitung berücksichtigt. Eine Lieferung mit einem wesentlich kürzeren als dem bei Bestellung ausgewiesenen MHD erfolgt nur nach vorheriger Zustimmung des Kunden. Ein längeres MHD oder eine für den Kunden nicht nachteilige chargenbedingte Abweichung stellt keinen Mangel dar.

5.4 Bei ausdrücklich als kurzlaufend, MHD-Ware, Restposten oder vergleichbar gekennzeichneten Artikeln ist die jeweils angegebene Restlaufzeit Bestandteil der Produktbeschreibung.

5.5 Angaben zur Warenverfügbarkeit können sich bis zur Auftragsbestätigung ändern. Ein Anspruch auf dauerhafte Verfügbarkeit einzelner Produkte besteht nicht.

6. Preise, Umsatzsteuer und Versandkosten

6.1 Sämtliche B2B-Preise verstehen sich als Nettopreise in Euro, zuzüglich der jeweils gesetzlich geschuldeten Umsatzsteuer sowie zuzüglich Versand-, Speditions- oder sonstiger ausdrücklich ausgewiesener Lieferkosten.

6.2 Die zum Zeitpunkt der Bestellung dargestellten Preise bilden die Grundlage des Angebotes des Kunden. Der für den Vertrag maßgebliche Preis ergibt sich aus der Auftragsbestätigung. Eine vom Kundenangebot abweichende Preiserhöhung wird nur Vertragsbestandteil, wenn der Kunde dieser ausdrücklich zustimmt.

6.3 Offensichtliche Schreib-, Rechen-, Preis- oder Übertragungsfehler berechtigen den Kunden nicht zum Bezug der Ware zu einem erkennbar fehlerhaften Preis. Der Verkäufer ist in diesem Fall berechtigt, die Bestellung abzulehnen oder dem Kunden ein korrigiertes Angebot zu unterbreiten.

6.4 Die anfallenden Versand- und Lieferkosten werden dem Kunden im Onlineshop, im individuellen Angebot oder anderweitig vor Vertragsschluss mitgeteilt. Sind die konkreten Kosten ausnahmsweise erst nach Eingang der Bestellung bestimmbar, werden sie dem Kunden vor Vertragsabschluss mitgeteilt und bedürfen seiner Zustimmung.

6.5 Bei Lieferungen innerhalb Österreichs wird die gesetzlich geschuldete österreichische Umsatzsteuer berechnet.

6.6 Bei Lieferungen an Unternehmer in Deutschland kann bei Vorliegen sämtlicher gesetzlicher Voraussetzungen, insbesondere einer gültigen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Kunden und der Voraussetzungen für eine innergemeinschaftliche Lieferung, eine umsatzsteuerfreie Abrechnung erfolgen. Liegen die Voraussetzungen nicht vor, wird die nach den anwendbaren steuerrechtlichen Vorschriften geschuldete Umsatzsteuer berechnet.

6.7 Der Kunde ist für die Richtigkeit der von ihm angegebenen umsatzsteuerlichen Daten verantwortlich und hat Änderungen unverzüglich mitzuteilen. Wird eine Steuerbefreiung aufgrund unrichtiger oder unvollständiger Angaben des Kunden zu Unrecht in Anspruch genommen, ist der Verkäufer berechtigt, gesetzlich geschuldete Umsatzsteuer nachzuberechnen, soweit dies rechtlich erforderlich ist.

7. Zahlungsarten und Fälligkeit

7.1 Dem Kunden stehen die im B2B-Onlineshop bzw. im jeweiligen Angebot aktuell angezeigten Zahlungsarten zur Verfügung. Der Verkäufer kann einzelne Zahlungsarten insbesondere abhängig von Kunde, Bestellwert oder Bonität anbieten oder ausschließen.

7.2 Bei Vorkasse/Banküberweisung ist der Rechnungs- bzw. Auftragsbetrag innerhalb von sieben Kalendertagen nach Zugang der Auftragsbestätigung ohne Abzug zur Zahlung fällig, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

7.3 Erfolgt die Zahlung bei Vorkasse nicht fristgerecht, kann der Verkäufer dem Kunden eine angemessene Nachfrist setzen und nach deren erfolglosem Ablauf vom Vertrag zurücktreten sowie die Ware anderweitig verwerten. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

7.4 Kauf auf Rechnung wird nur angeboten, wenn dies vom Verkäufer ausdrücklich freigegeben wurde. In diesem Fall ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 14 Kalendertagen ab Zugang der Rechnung ohne Abzug fällig, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

7.5 Bei Nutzung eines externen Zahlungsdienstleisters gelten ergänzend dessen Bedingungen für die Zahlungsabwicklung. Die vertragliche Annahme der Warenbestellung durch den Verkäufer richtet sich dennoch ausschließlich nach Ziffer 4 dieser AGB.

7.6 Eine Zahlung gilt als geleistet, sobald der geschuldete Betrag dem vom Verkäufer bestimmten Konto bzw. Zahlungsdienst vollständig und endgültig gutgeschrieben wurde.

8. Zahlungsverzug

8.1 Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugsfolgen für Unternehmergeschäfte. Soweit der Kunde für den Zahlungsverzug verantwortlich ist, ist der Verkäufer insbesondere berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem jeweils maßgeblichen Basiszinssatz zu verlangen.

8.2 Der Verkäufer ist im Verzugsfall außerdem berechtigt, die gesetzliche Pauschale für Betreibungskosten in Höhe von 40,00 EUR sowie darüber hinausgehende notwendige und zweckentsprechende Betreibungs- und Rechtsverfolgungskosten nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen geltend zu machen.

8.3 Bei fälligen offenen Forderungen ist der Verkäufer im gesetzlich zulässigen Umfang berechtigt, weitere Lieferungen bis zur vollständigen Zahlung zurückzuhalten oder von einer Vorauszahlung abhängig zu machen.

9. Liefergebiet, Lieferung und Selbstabholung

9.1 Lieferungen erfolgen ausschließlich an Lieferadressen in Österreich und Deutschland, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

9.2 Die Lieferung erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferadresse. Der Kunde ist verpflichtet, vollständige und richtige Lieferdaten anzugeben und dafür zu sorgen, dass die Lieferung an der angegebenen Adresse ordnungsgemäß übernommen werden kann.

9.3 Die jeweils aktuellen Versandarten, Versandkosten und voraussichtlichen Lieferzeiten ergeben sich aus dem Onlineshop, dem individuellen Angebot oder der Auftragsbestätigung.

9.4 Angegebene Lieferzeiten sind voraussichtliche Lieferzeiten. Ein verbindlicher Fixtermin besteht nur, wenn dieser ausdrücklich vereinbart wurde.

9.5 Bei Speditions- bzw. Palettenlieferungen erfolgt die Zustellung grundsätzlich frei Bordsteinkante an der angegebenen Lieferadresse, sofern nicht ausdrücklich eine andere Leistung vereinbart wurde.

9.6 Selbstabholung ist nach vorheriger Vereinbarung möglich. Der Kunde wird informiert, sobald die Bestellung abholbereit ist. Die Abholung erfolgt nach Terminvereinbarung. Bei Selbstabholung fallen keine Versandkosten an.

9.7 Der Verkäufer ist zu zumutbaren Teillieferungen berechtigt. Zusätzliche Versandkosten, die ausschließlich dadurch entstehen, dass der Verkäufer eine Bestellung aus eigenem Anlass in mehrere Teillieferungen aufteilt, trägt der Verkäufer, sofern nichts anderes ausdrücklich vereinbart wurde.

9.8 Wird der Verkäufer trotz rechtzeitiger und ordnungsgemäßer eigener Beschaffung ohne eigenes Verschulden von einem Vorlieferanten nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig beliefert und ist die Ware auch anderweitig nicht mit zumutbarem Aufwand verfügbar, ist der Verkäufer berechtigt, hinsichtlich der betroffenen Ware vom Vertrag zurückzutreten. Der Kunde wird hierüber unverzüglich informiert; bereits geleistete Zahlungen für die betroffene Ware werden unverzüglich zurückerstattet.

10. Gefahrübergang und höhere Gewalt

10.1 Bei Versendung der Ware geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware auf den Kunden über, sobald der Verkäufer die Ware dem Spediteur, Frachtführer, Paketdienst oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person übergeben hat, soweit gesetzlich zulässig.

10.2 Bei Selbstabholung geht die Gefahr mit Übergabe der Ware an den Kunden oder dessen Beauftragten über.

10.3 Der Verkäufer haftet nicht für Verzögerungen oder Leistungshindernisse, die auf Ereignissen höherer Gewalt oder sonstigen von ihm nicht zu vertretenden Umständen beruhen. Dazu zählen insbesondere Naturereignisse, Feuer, Überschwemmungen, Epidemien oder Pandemien, Krieg, Terror, behördliche Maßnahmen, Streiks, rechtmäßige Aussperrungen, Energie- oder IT-Ausfälle, erhebliche Transportstörungen, Grenz- oder Zollmaßnahmen sowie nicht vom Verkäufer zu vertretende erhebliche Störungen internationaler Lieferketten.

10.4 Für die Dauer eines vorübergehenden Leistungshindernisses verlängern sich betroffene Lieferfristen angemessen. Dauert das Hindernis so lange an, dass die Vertragserfüllung für eine Partei unzumutbar wird, kann die betroffene Partei hinsichtlich des noch nicht erfüllten Vertragsteils zurücktreten. Bereits geleistete Zahlungen für nicht erbrachte Leistungen werden zurückerstattet.

11. Eigentumsvorbehalt

11.1 Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des für diese Ware geschuldeten Kaufpreises Eigentum des Verkäufers.

11.2 Soweit Ware vor vollständiger Bezahlung an den Kunden ausgeliefert wird, ist der Kunde berechtigt, die Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen Geschäftsgang weiterzuveräußern, solange er sich nicht in Zahlungsverzug befindet.

11.3 Der Kunde ist berechtigt, die unter Eigentumsvorbehalt stehende Ware im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb weiterzuveräußern. Die aus der Weiterveräußerung der Vorbehaltsware entstehenden Forderungen tritt der Kunde bereits jetzt zur Sicherung der jeweils noch offenen Kaufpreisforderung aus der betreffenden Warenlieferung an den Verkäufer ab; der Verkäufer nimmt diese Abtretung an.
Der Kunde bleibt bis auf Widerruf berechtigt, die abgetretenen Forderungen im eigenen Namen einzuziehen. Der Kunde verpflichtet sich, soweit für die Wirksamkeit der Sicherungsabtretung erforderlich, die notwendigen Publizitätsakte zu setzen, insbesondere die Abtretung in seinen Geschäftsbüchern entsprechend kenntlich zu machen oder den jeweiligen Drittschuldner von der Abtretung zu verständigen.
Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, kann der Verkäufer die Einziehungsermächtigung widerrufen und verlangen, dass der Kunde die zur Geltendmachung der abgetretenen Forderungen erforderlichen Angaben und Unterlagen bekannt gibt. Der Verkäufer ist in diesem Fall berechtigt, die Abtretung gegenüber dem Drittschuldner offenzulegen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

11.4 Pfändungen, Beschlagnahmen oder sonstige Zugriffe Dritter auf Vorbehaltsware oder abgetretene Forderungen sind dem Verkäufer unverzüglich mitzuteilen.

12. Untersuchungspflicht, Mängelrüge und Gewährleistung

12.1 Der Kunde hat die Lieferung unverzüglich nach Erhalt auf Vollständigkeit, Identität, erkennbare Transportschäden und sonstige erkennbare Mängel zu prüfen.

12.2 Offensichtliche Mängel sowie Falsch-, Mehr- oder Minderlieferungen sind möglichst innerhalb von 48 Stunden nach Warenübernahme in Textform an vertrieb@sugarspace.at zu melden, soweit eine Prüfung und Anzeige innerhalb dieser Frist im ordnungsgemäßen Geschäftsgang zumutbar ist. Unabhängig davon bleiben die gesetzlichen Untersuchungs- und Rügepflichten, insbesondere die Anzeige binnen angemessener Frist gemäß § 377 UGB, maßgeblich.

12.3 Mängel, die bei ordnungsgemäßer Untersuchung nicht erkennbar waren und sich erst später zeigen, sind nach ihrer Entdeckung unverzüglich bzw. binnen angemessener Frist anzuzeigen.

12.4 Unterbleibt eine rechtzeitige Mängelanzeige, treten die gesetzlichen Rechtsfolgen des § 377 UGB ein.

12.5 Zur Prüfung einer Reklamation kann der Verkäufer, soweit erforderlich und zumutbar, geeignete Nachweise verlangen, insbesondere Fotos der Ware, der Innen- und Außenverpackung, des Versandetiketts sowie Angaben zu Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum.

12.6 Bei einer Mehrlieferung wird die über die bestellte Menge hinausgehende Ware nicht allein aufgrund der Lieferung automatisch kostenpflichtig. Eine nachträgliche Verrechnung erfolgt nur, wenn der Kunde die Mehrmenge ausdrücklich übernimmt oder eine entsprechende Vereinbarung besteht.

12.7 Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen des österreichischen Rechts. Eine darüber hinausgehende Garantie wird nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich als solche zugesagt wurde.

12.8 Keine Gewährleistung besteht für Mängel oder Schäden, die erst nach Gefahrübergang durch unsachgemäße Lagerung, falsche Temperaturführung, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, unsachgemäße Behandlung oder sonstige vom Kunden zu vertretende Umstände entstehen.

13. Kein Widerrufsrecht, Rückgaben und Stornierungen

13.1 Da der Verkäufer ausschließlich Verträge mit Unternehmern abschließt, besteht kein gesetzliches Verbraucher-Widerrufs- bzw. Rücktrittsrecht für Fernabsatzverträge.

13.2 Nach Zustandekommen des Vertrages besteht kein Anspruch des Kunden auf einseitige Stornierung, Rückgabe oder Umtausch mangelfreier Ware.

13.3 Stornierungen, Rücknahmen oder Umtausche mangelfreier Ware erfolgen ausschließlich nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Verkäufers und zu den im Einzelfall vereinbarten Bedingungen. Sofern im Einzelfall nichts anderes vereinbart wird, trägt der Kunde bei einer freiwillig genehmigten Rücksendung die Kosten und die Gefahr der Rücksendung.

13.4 Gesetzliche Ansprüche wegen mangelhafter oder falsch gelieferter Ware bleiben von dieser Ziffer unberührt.

14. Haftung

14.1 Der Verkäufer haftet unbeschränkt für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden, für Personenschäden sowie in Fällen zwingender gesetzlicher Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsrecht.

14.2 Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung des Verkäufers – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Dies gilt nicht bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde typischerweise vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsabschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.

14.3 Soweit gesetzlich zulässig, haftet der Verkäufer bei leichter Fahrlässigkeit nicht für mittelbare Schäden, Folgeschäden oder entgangenen Gewinn.

14.4 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten entsprechend zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Verkäufers.

15. Aufrechnung und Zurückbehaltung

15.1 Der Kunde darf gegen Forderungen des Verkäufers nur mit Gegenforderungen aufrechnen, die unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind oder vom Verkäufer ausdrücklich anerkannt wurden.

15.2 Zurückbehaltungsrechte des Kunden bestehen nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis oder aufgrund unbestrittener bzw. rechtskräftig festgestellter Gegenansprüche, soweit zwingendes Recht nichts anderes vorsieht.

16. Anwendbares Recht, UN-Kaufrecht, Gerichtsstand und Vertragssprache

16.1 Für sämtliche Vertragsverhältnisse zwischen dem Verkäufer und dem Kunden gilt österreichisches materielles Recht unter Ausschluss seiner Verweisungsnormen.

16.2 Die Anwendung des UN-Kaufrechts (CISG – United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods) wird ausdrücklich ausgeschlossen.

16.3 Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, ausschließlich das für den Sitz des Verkäufers in Österreich sachlich und örtlich zuständige Gericht zuständig.

16.4 Vertragssprache ist Deutsch.

16.5 Zwingende gesetzliche Vorschriften, die ungeachtet der getroffenen Rechtswahl oder Gerichtsstandsvereinbarung anzuwenden sind, bleiben unberührt.

17. Schlussbestimmungen

17.1 Änderungen dieser AGB gelten nur für zukünftige Verträge, sofern mit dem Kunden nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wird.

17.2 Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht, soweit gesetzlich zulässig. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

17.3 Fragen zu diesen AGB und zu bestehenden Vertragsverhältnissen können an b2b@sugarspace.at gerichtet werden.